Möbeltischler – vielseitiger kann ein Beruf nicht sein!

22.09.2017 10:49

Hand auf’s Herz! Staunen Sie nicht auch immer, was man aus Holz und Holzwerkstoffen alles machen kann? Das Wort Möbel kommt vom lateinischen Begriff mobilis und bedeutet „beweglich“. Der Möbeltischler fertigt traditionell bewegliche Einrichtungsgegenstände. Diese sind in die Kategorien Kastenmöbel, Tafelmöbel, Sitz- und Liegemöbel und Büro-, Laden-, Garten- und Küchenmöbel unterteilt.


optimistischer Tischler in seiner Werkstatt

Der Möbelbau hat eine lange Tradition – und gehört zu den ältesten Tätigkeiten überhaupt. Dabei passten sich die Möbel immer wieder den verschiedenen Zeitepochen an. Die Möbeldesigner schufen so unverwechselbare Stücke, die teils heute noch sehr begehrt sind.

Durch den Einsatz von Maschinen (z.B. Kreissäge, Hobel- und Fräsmaschine) und durch die industrielle Produktion ab Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich die ursprünglich handwerklich-künstlerische Arbeitsweise in vielen Werkstätten. Aus Familienbetrieben entwickelten sich national und international tätige Konzerne, in denen ganze Serien, für den Transport zerlegbar, aus Holzwerkstoffen produziert werden. Aber auch die individuelle Herstellung von Einzelstücken hat nach wie vor einen hohen Stellenwert.

Anfang der 1990er Jahre hielt die Computertechnik Einzug, bei der Arbeitsvorbereitung gehört „Computer Aided Design (CAD)“ heute zum festen Bestandteil. CNC-Technik ist im Tischlerhandwerk fast schon Standard. Und egal ob Spanplatten, Sperrholz oder Massivholz – Tischlern macht keiner etwas vor!

Die Einsatzmöglichkeiten bei DREMO sind so vielfältig, wie die Exemplare, die im Möbelbau entstehen.

Ein Großteil der Mitarbeiter brennt für die Arbeit in mittelständischen Unternehmen. Schränke, Betten, Tische oder auch Kommoden werden geplant, vorbereitet und in Serienfertigung realisiert. Bei kleineren Tischlereien steht der individuelle Möbelbau nach Kundenwunsch im Vordergrund.

Maß nehmen, Skizze und Modell erstellen, Holzart auswählen, Oberflächenbeschaffenheit bestimmen, das sind wesentliche Vorarbeiten, die Tischler beherrschen. Und „zupacken“ müssen sie können, denn die Holzteile müssen angehoben und transportiert werden. Präzisionsarbeit ist dann bei der Fertigung der Einzelteile, der Verzierung und beim Zusammenbau erforderlich. Die Oberflächenbehandlung gibt dem Möbelstück den letzten Pfiff. In die Jahre gekommene Möbelstücke spielen natürlich auch eine Rolle, hier stehen Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an.

Unsere Mitarbeiter haben die Chance, in allen Bereichen und Kundenunternehmen individuelle Erfahrungen zu sammeln und „reinzuschnuppern“ sowie ihre bisher gesammelten Kenntnisse zu erweitern und zu festigen. Das lässt sich als Festangestellter in einer Tischlerei oft nicht realisieren!

Video eines CNC-Bearbeitungszentrums in der Möbelfertigung