Traditionelles Handwerk – Holzschlitten und Holzski

22.02.2018 11:31

Immer öfter besinnt man sich auf die Vielfältigkeit von Holz – so entstehen Wintersportgeräte von Tischlerhand.


Auch beim Schlittenbau sind Tischler tätig

Der Winter zeigt sich momentan von seiner besten bzw. eisigen Seite. Laut Prognosen soll diese Wetterlage noch weiter anhalten.

Unsere Wintersportler unter den DREMO-Mitarbeitern brachten uns auf die Idee, an dieser Stelle, eine fast vergessene Tätigkeit der Tischler/innen und Holzmechaniker/innen zu betrachten – die Fertigung von Schlitten und Co.

Vor allem in den schneesicheren Regionen Deutschlands findet man Unternehmen, die Schlitten und Ski aus Holz herstellen. Dabei unterscheidet man grundlegend sogenannte Davos Schlitten, Hörnerschlitten, Rodel und klappbare Holzschlitten. Die meisten Schlitten werden bereits im Spätsommer gebaut. Die wesentlichen Arbeiten unterscheiden sich kaum, egal ob es sich um Serienfertigung oder Einzelfertigung handelt. Traditionell werden robuste Hölzer, wie Esche, Eiche oder Apfel zunächst gekocht, damit sich die Kufen biegen lassen. Das übernimmt heute teils eine spezielle Presse. Die Hobelmaschine glättet die Seiten, die Kufen werden auf die richtige Länge gekürzt. Bei der Einzelfertigung teilt der Tischler nun die Kufen mittig, so haben beide Teile die gleiche Krümmung. Dann werden Zapfenlöcher gefräst und sogenannte Tragebögen eingeleimt. Darauf kommen später die Latten der Sitzfläche. Einige Varianten haben an dieser Stelle eine Gurtbespannung. Das Zugeisen für die Schlittenschnur wird angebracht und die Kufen werden mit Eisen beschlagen. Jede Firma bringt nun ihr individuelles Markenzeichen auf, oft in Form eines Brandzeichens. Außerhalb der Saison reparieren die Schreiner betagte Einzelstücke.

Ski und Snowboard hingegen bestehen heute überwiegend aus Kunststoff. Regionale Manufakturen besinnen sich allerdings immer öfter auf die vielen Vorzüge, die ein Holzski bietet. „Dabei ist das Ergebnis nicht mit den Brettern der Vergangenheit zu vergleichen.“ bekräftigen die Handwerker. Wesentliches Material ist Esche, kombiniert mit leichten Hölzern, um Gewicht zu sparen. Verleimte Holzstreifen bilden den Kern, der danach sein Profil bekommt. Der Holzkern wird überspannt und abgehobelt, dadurch bekommt er seine geschwungene Grundform. Der Kern wird in Schablonen mit Carbon und Harz verpresst, Metallkanten und Furnier runden das individuelle Einzelstück ab.

Wir von DREMO wünschen Ihnen ein tolles Winterwochenende, bevor es erholt in die neue Arbeitswoche geht.

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