So schützen Sie sich vor dem Coronavirus

27.02.2020 12:32

Täglich erreichen uns neue Meldungen zu dieser - in China erstmals im Dezember 2019 ausgebrochenen - Infektionskrankheit. Wir haben im Folgenden das Wichtigste für Sie zusammengefasst.


Covid-19 – das ist der Name der Lungenkrankheit, die durch den aktuell grassierenden neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann (SARS = Schweres Akutes Atemwegssyndrom). Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch.

Man geht davon aus, dass es vierzehn Tage nach einer Ansteckung zu ersten Krankheitszeichen kommen kann. Das können Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber sein, einige leiden auch an Durchfall. Teilweise verläuft die Krankheit schwerer und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher bei Patienten auf, die älter bzw. bereits chronisch krank waren.

Inzwischen wurden auch in Deutschland Infektionen bestätigt. Experten des Robert Koch Institutes rechnen mit weiteren Fällen. Dabei sei es wichtig, Ruhe zu bewahren. Wer in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu Personen hatte, die sich in diesen Gebieten aufhielten, muss - wenn er bei sich die beschriebenen Krankheitsanzeichen bemerkt - besonnen reagieren.

Empfohlen wird der Anruf beim Hausarzt oder beim jeweiligen Gesundheitsamt, damit die weitere Behandlung abgeklärt werden kann. In jedem Fall sollte man zu Hause bleiben und Kontakte zu anderen vermeiden.

Außerdem kann man sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Er ist unter 116117 deutschlandweit, ohne Vorwahl und kostenlos erreichbar.

Zusätzlich gibt es Handlungsempfehlungen für die Bevölkerung. Diese gelten übrigens auch bei allen anderen Infektionskrankheiten:

1. „Husten- und Nies-Etikette“

Beim Husten und Niesen dreht man sich weg und hält Abstand zu anderen Personen. Benutzt werden sollte ein Einwegtaschentuch, das danach sofort entsorgt wird. Außerdem gilt immer: Nach dem Naseputzen, Niesen bzw. Husten gründlich die Hände waschen! Ist kein Taschentuch griffbereit, hustet und niest man in die Armbeuge.

2. Handhygiene

Hände sollten regelmäßig gewaschen werden – nicht nur nach dem Toilettengang, sondern auch nachdem man zu Hause angekommen ist, nach Tierkontakt, Kontakt mit Abfällen und natürlich nach Husten, Niesen und Naseputzen. Vor und nach der Speisenzubereitung bzw. dem Kontakt mit Kranken ist das Waschen der Hände ebenfalls notwendig. Außerdem empfiehlt man gründliches Händewaschen – anfeuchten, ausreichend lange einseifen, abspülen und trocknen. Dafür plant man 20 bis 30 Sekunden ein.

3. Abstand halten

1 bis 2 Meter Abstand zu Menschen mit Symptomen ist angebracht, denn bei dieser Entfernung haben Krankheitserreger wenig Chancen. Deshalb vermeidet man enge Kontakte und Menschenansammlungen. Auch der Handschlag ist längst keine Pflicht mehr.

Übrigens gibt es für Gesunde laut Robert-Koch-Institut keine Belege, dass eine Schutzmaske das Risiko einer Ansteckung reduziert – empfohlen wird sie aber für Infizierte.

Mit seinem Netzwerk von Kompetenzzentren und Spezialkliniken sieht sich Deutschland gut vorbereitet.

Inzwischen wurden umfangreiche Maßnahmen zur Prävention beschlossen. So sind z.B. Flugreisende aus Risikogebieten nach der Landung verpflichtet, eine Selbstauskunft zu geben. Begründete Verdachtsfälle müssen sofort gemeldet werden, dann werden Quarantänemaßnahmen ergriffen. Bei Großveranstaltungen sind besondere Hygienevorschriften und Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Wir bei DREMO sind auch der Meinung, dass Panik fehl am Platz ist. Allerdings sollte man aufmerksam sein und sich vor einer Infektion bestmöglich schützen.

Bleiben Sie gesund!

Hier finden Sie aktuelle Informationen:

Homepage des Bundesgesundheitsministeriums

Erklärvideos der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung